{"id":1141,"date":"2019-05-29T19:05:39","date_gmt":"2019-05-29T17:05:39","guid":{"rendered":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/?p=1141"},"modified":"2019-06-30T22:20:08","modified_gmt":"2019-06-30T20:20:08","slug":"carefrontation-2-gabrielafrade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/carefrontation-2-gabrielafrade\/","title":{"rendered":"Eine sehns\u00fcchtige Begegnung mit feministischem Raum | Teil 2: GOMO, COVEN &#038; Ashley Berlin"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1141\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1141-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1141-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1141-0-1\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-mobile-last\" ><div id=\"panel-1141-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um besser zu verstehen, wie Projektr\u00e4ume institutionalisierte Diskriminierung beeinflussen k\u00f6nnen, hat Gabriela Frade sich dazu entschieden f\u00fcnf Projektr\u00e4ume, die am diesj\u00e4hrigen Project Space Festival teilnehmen, genauer unter die Lupe zu nehmen. W\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/carefrontation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der erste Teil<\/a> sich <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/evbg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EVBG<\/a> und <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/crybaby\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Crybaby<\/a> gewidmet hat, geht es in dieser zweiten zugeneigten Konsultation um <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/gomo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GOMO<\/a>, <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/coven-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">COVEN<\/a> und <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/ashley-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ashley Berlin<\/a>:<\/p>\n<h1><\/h1>\n<\/div>\n<\/div><\/div><div id=\"panel-1141-0-1-1\" class=\"so-panel widget widget_media_image\" data-index=\"1\" ><img width=\"1280\" height=\"853\" src=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thumbnail__MG_8748_web.jpg\" class=\"image wp-image-1499  attachment-full size-full\" alt=\"Exhibition: the boy tumbled off a chair, he did not hurt himself at Belvedere21, Vienna, 2019 with works by Nicoleta Auersperg,Gabriele Edlbauer,Maria Gr\u00fcn,Lore Heuermann,Laura Hinrichsmeyer,Nika Kupyrova,Mara Novak,Ma\u0161a Stani\u0107,Dorothea Trappel.\" loading=\"lazy\" style=\"max-width: 100%; height: auto;\" srcset=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thumbnail__MG_8748_web.jpg 1280w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thumbnail__MG_8748_web-250x167.jpg 250w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thumbnail__MG_8748_web-768x512.jpg 768w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thumbnail__MG_8748_web-700x466.jpg 700w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thumbnail__MG_8748_web-120x80.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/div><div id=\"panel-1141-0-1-2\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor\" data-index=\"2\" ><div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"><h3 class=\"widget-title\">GOMO<\/h3>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p><em><\/em><em>GOMO wird von drei K\u00fcnstlerinnen geleitet. Gibt es feministische Herangehensweisen in eurem Projekt? <\/em><\/p>\n<p>Nicoleta, Dorothea und Mara: Wir verstehen Feminismus nicht als einen rein pers\u00f6nlichen oder politischen Akt. Feminismus hat genauso mit der Abbildung von Frauen im Kunstsystem zu tun.<\/p>\n<p>Besonders als drei Leiterinnen eines unabh\u00e4ngigen Kunstraums, wollen wir die Pr\u00e4senz von Frauen im Kunstbereich st\u00e4rken. Wenn man sich die Repr\u00e4sentation von K\u00fcnstlerinnen im Vergleich zu K\u00fcnstlern anschaut, zum Beispiel im Hinblick auf die Preise des Kunstmarkts, tut sich eine riesige L\u00fccke auf. Hier gibt es viel zu tun. Feminismus hat etwas mit Selbsterm\u00e4chtigung und Autonomie zu tun, was ganz klar durch die Tatsache reflektiert wird, dass wir einen unabh\u00e4ngigen Kunstraum leiten. Diese zwei Aspekte, Selbsterm\u00e4chtigung und Autonomie, waren f\u00fcr uns die Hauptgr\u00fcnde einen unabh\u00e4ngigen Projektraum zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Wir verfolgen einen kollektiven Ansatz, nicht nur unter uns, sondern auch in der Art und Weise, wie wir mit eingeladenen K\u00fcnstler*innen und Kurator*innen zusammenarbeiten. Gewisserma\u00dfen verstehen wir diese Herangehensweise auch als feministisch. Dabei geht es nicht darum ausschlie\u00dflich K\u00fcnstlerinnen zu zeigen. Im Juni haben wir eine Ausstellung in Wien mit einem m\u00e4nnlichen Kollektiv, das sich J\u00fcrgen Kleft nennt. F\u00fcr das Berlin Project Space Festival werden Aline-Sofie Rainer, Theresa Kanz und Nicoleta Auersperg eine Leseausstellung machen. Die k\u00fcnstlerischen Aspekte einer Ausstellung und die Forderung nach guter Qualit\u00e4t sind besonders wichtig f\u00fcr GOMO.<\/p>\n<p><em>Ihr seid ein unabh\u00e4ngiger Kunstraum. Denkt Ihr, Ihr habt dadurch die einzigartige Chance eine bessere Gleichstellungspolitik zu etablieren?<\/em><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gehen wir davon aus, dass wir einen Beitrag zur Sensibilisierung von Gleichstellung leisten k\u00f6nnen. Seitdem eine \u00fcble Politik in \u00d6sterreich regiert, hat sich eine starke und unabh\u00e4ngige Kunstraumszene in Wien gebildet. Es wird zunehmend wichtiger Netzwerke aufzubauen und sich zu organisieren. Bei den Treffen werden geschlechterrelevante Themen nat\u00fcrlich auch diskutiert.<\/p>\n<p><em>Wie kann Kunst eurer Meinung nach etwas an der gegenw\u00e4rtigen, geschlechterspezifischen Ungleichheit \u00e4ndern? <\/em><\/p>\n<p>Wir haben oben unsere Arbeitsweise beschrieben und in diesem Sinne auch, wie wir hoffen auf geschlechterspezifische Ungleichheiten Einfluss zu nehmen.<\/p>\n<p>Ein weiterer interessanter Punkt bei diesem Thema ist zum Beispiel, wie die \u00e4ltere Generation feministischer K\u00fcnstler*innen eine j\u00fcngere Generation wahrnimmt. Es kommt nicht nur Zustimmung von der \u00e4lteren Generation. Vor allem, wenn man sich anschaut, wie junge K\u00fcnstler*innen mit Sozialen Medien und ihrer Selbstdarstellung umgehen, herrschen ein gewisses Unverst\u00e4ndnis und sogar Ablehnung seitens der \u00e4lteren Generation. Wir glauben Zusammenarbeit ist der einzige Weg. Das haben wir in unserer Ausstellung im Belvedere21 gemacht, wo wir die Regel der Hauptkurator*innen, nur \u201ejunge\u201c K\u00fcnstler*innen unter 35 einzuladen, untergraben haben und stattdessen K\u00fcnstlerinnen zwischen 22 und 83 einluden.<\/p>\n<p><em>Was erwartet uns bei <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/gomo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GOMO<\/a> im diesj\u00e4hrigen Project Space Festival Berlin?<\/em><\/p>\n<p>Wir organisieren eine Leseausstellung mit dem Titel AS IF FALLING UNDER A SPELL im K\u00f6rner Park in Neuk\u00f6lln.<\/p>\n<p>Aline-Sofie Rainer, die literarisch und bildhauerisch arbeitet und vor Kurzem wieder aus Tokio zur\u00fcckkam, Theresa Kanz, eine Berliner K\u00fcnstlerin und ausgebildete Modedesignerin und Nicoleta Auersperg, Bildhauerin und eine der Gr\u00fcnderinnen von GOMO, werden f\u00fcr das Projekt zusammenkommen. Wir m\u00f6chten nicht zu viel verraten, aber k\u00f6nnen schon einmal sagen, dass ein Cello und eine Maske f\u00fcr Virginia Woolf eine Rolle spielen werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><div id=\"panel-1141-0-1-3\" class=\"so-panel widget widget_media_image\" data-index=\"3\" ><img width=\"1200\" height=\"801\" src=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/coven_bedtime_sleepover1_42_klein.jpg\" class=\"image wp-image-1486  attachment-full size-full\" alt=\"choice 3 by Judy Landkammer. Courtesy of the artist.\" loading=\"lazy\" style=\"max-width: 100%; height: auto;\" srcset=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/coven_bedtime_sleepover1_42_klein.jpg 1200w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/coven_bedtime_sleepover1_42_klein-250x167.jpg 250w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/coven_bedtime_sleepover1_42_klein-768x513.jpg 768w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/coven_bedtime_sleepover1_42_klein-700x467.jpg 700w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/coven_bedtime_sleepover1_42_klein-120x80.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/div><div id=\"panel-1141-0-1-4\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor\" data-index=\"4\" ><div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"><h3 class=\"widget-title\">COVEN Berlin<\/h3>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><\/em><em>COVEN BERLIN adressiert Vorurteile, die in unserer Gesellschaft immer noch allzu verbreitet sind. Zum Beispiel im Hinblick auf Sex und \u201edas Weibliche\u201c und all die Arten, an die die Sexualit\u00e4t der Frau gebunden ist. Wie versucht Ihr diese Fragen aufzubrechen und der \u00d6ffentlichkeit zu vermitteln?<\/em><\/p>\n<p>Louise: Als ein Kollektiv, dessen Praxis intersektional feministisch und queer ist, interessieren wir uns nat\u00fcrlich f\u00fcr Sex und Sexualit\u00e4t, jedoch weniger f\u00fcr \u201edas Weibliche\u201c und die \u201eSexualit\u00e4t der Frau\u201c, da diese W\u00f6rter zun\u00e4chst einschr\u00e4nken, wer und was damit adressiert werden kann. Deshalb denke ich, das Erste, was es aufzubrechen gilt, ist die Dichotomie in der Fragestellung. Ich w\u00fcrde au\u00dferdem fragen, wer mit \u201c\u00d6ffentlichkeit\u201d gemeint ist, da unser Publikum zum Gro\u00dfteil aus Leuten besteht, die sich in und um spezifische Gruppierungen der facettenreichen queeren Szene Berlins bewegen und von denen viele \u00e4u\u00dferst geschickte und einf\u00fchlsame Vorgehensweisen haben, um Vorurteile aufzubrechen. Das hei\u00dft, wir m\u00f6chten in Dialog mit diesen Fragen treten, ohne irgendeine bevormundende Stellung, der \u00d6ffentlichkeit gegen\u00fcber, einzunehmen. Wir sind im st\u00e4ndigen Austausch mit den Menschen um uns herum, seien sie Freund*innen oder Liebhaber*innen, Verwalter*innen oder K\u00fcnstler*innen. Ein Mainstream-Publikum hei\u00dfen wir nat\u00fcrlich willkommen, das bedeutet jedoch nicht, dass wir die breite Masse bedienen.<\/p>\n<p><em>Diskriminierung geht uns alle etwas an. Vor allem, wenn es darum geht ihr entgegenzuwirken. Wo denkt Ihr, k\u00f6nnen wir noch mehr tun, um das gegenw\u00e4rtige Panorama zu ver\u00e4ndern, insbesondere in der Kultur- und Kunstwelt?<\/em><\/p>\n<p>Ungerechtigkeit zu bek\u00e4mpfen kann h\u00e4ufig in einer Art und Weise dargestellt werden, die das Individuum oder das Identit\u00e4re ins Zentrum stellt, was schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist. Das eigene Leben so zu leben, dass wir ehrlich, politisch und ethisch dahinter stehen k\u00f6nnen, ist eine unglaublich schwierige Aufgabe. Es gibt immer mehr zu tun und jede Person muss f\u00fcr sich selbst entscheiden, wo sie mehr oder weniger tun k\u00f6nnte. Du k\u00f6nntest Veganer*in sein, ohne jemals die Nachrichten zu lesen. Du k\u00f6nntest in einer polyamor\u00f6sen Beziehung sein, ohne zu wissen, wie Du f\u00fcr deine platonischen Freund*innen da sein kannst. Du k\u00f6nntest ein*e radikale*r Aktivist*in sein und zwei Mal im Monat mit dem Flugzeug reisen.\u00a0 Du k\u00f6nntest dir deinen eigenen Privilegien nicht bewusst sein oder dich von wei\u00dfer Schuld \u00fcberw\u00e4ltigt f\u00fchlen. Vielleicht kann ein kollektiveres und systematischeres Denken helfen, sei es auf der Ebene des Konsumverhaltens, der Wissenszirkulation, dem Zugang zu M\u00f6glichkeiten und Sichtbarkeit oder dar\u00fcber hinaus. Kunst kann da mithelfen. Ich glaube auch, dass Kunst und Kultur dort einsetzen, wo sie uns aufw\u00fchlen und in andere Richtungen dr\u00e4ngen. In diesem Sinne w\u00fcrde ich empfehlen, sowohl Kunst anzuschauen, zu der Du keine Beziehung aufbauen kannst (manchmal mag sie als Kunst daherkommen, die du nicht magst), als auch Kunst von Menschen, deren Hauptberuf nicht \u201ek\u00fcnstlerisch\u201c ist \u2013 viele der besten Kollaborationen von COVEN waren mit Babysitter*innen, Aktivist*innen, Sexarbeiter*innen, Studierenden, etc. Es ist wichtig sich vor Augen zu halten, dass man keinen Masterabschluss braucht, um \u201eTeil der Szene\u201c zu sein und gute Kunst zu machen.<\/p>\n<p><em>Was erwartet uns bei <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/coven-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">COVEN<\/a> im diesj\u00e4hrigen Project Space Festival Berlin?<\/em><\/p>\n<p>Wir werden f\u00fcr das PSF einige Dinge anders machen \u2013 das Format wird performativer und partizipativer sein. Die COVEN-Mitglieder Frances Breden, Lorena Juan, Kiona Hagen Niehaus und Louise Trueheart werden 60% der Kunst in der Ausstellung machen (die anderen 40% kommen von unseren Freund*innen Romily Alice Walden und Clay A.D. von der Sickness Affinity Group). In einer Veranstaltung bei ProFamilia, einer Klinik f\u00fcr Familienplanung in Sch\u00f6neberg, werden PROBAND-WERDEN medizinische Prozesse parodieren. Ihr Bestreben ist es Erfahrungen zu teilen, die das Verst\u00e4ndnis unserer K\u00f6rper von medizinischen Normen und Neutralit\u00e4ten wegbewegen. Ihr k\u00f6nnt also nach Kritiken von dystopischen, zuk\u00fcnftigen Gesundheitswesen, dem Sich-Treiben-Lassen als \u00dcberlebensstrategie und einem Einmitteln des kranken K\u00f6rpers Ausschau halten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><div id=\"panel-1141-0-1-5\" class=\"so-panel widget widget_media_image\" data-index=\"5\" ><img width=\"2000\" height=\"1334\" src=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Nigin-Beck-Ashelys-Berlin-LM-00006-2_klein.jpg\" class=\"image wp-image-1247  attachment-full size-full\" alt=\"&#039;YEKI BUD, YEKI NABUD&#039; by Nigin Beck at Ashley Berlin.\" loading=\"lazy\" style=\"max-width: 100%; height: auto;\" srcset=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Nigin-Beck-Ashelys-Berlin-LM-00006-2_klein.jpg 2000w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Nigin-Beck-Ashelys-Berlin-LM-00006-2_klein-250x167.jpg 250w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Nigin-Beck-Ashelys-Berlin-LM-00006-2_klein-768x512.jpg 768w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Nigin-Beck-Ashelys-Berlin-LM-00006-2_klein-700x467.jpg 700w, https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Nigin-Beck-Ashelys-Berlin-LM-00006-2_klein-120x80.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/div><div id=\"panel-1141-0-1-6\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-last-child\" data-index=\"6\" ><div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"><h3 class=\"widget-title\">Ashley Berlin<\/h3>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p><em><\/em><em>Neben Ausstellungen, organisiert Ihr auch Veranstaltungen, die den Dialog vorantreiben sollen. Ist Feminismus eines der Themen, mit denen Ihr euch besch\u00e4ftigt? <\/em><\/p>\n<p>Lauryn Youden und Kate Brown: Wir bezeichnen uns als intersektionale Feministinnen und hoffen, das \u00fcbertr\u00e4gt sich auf unsere Herangehensweise. Es geht nicht nur um die bearbeiteten Inhalte, die sich auf Themen rund um Feminismus beziehen, sondern eher um die Art und Weise der Ann\u00e4herung und darum, wie man diese Dialoge entwickelt. Wen wir kuratieren, ist nur ein kleiner Teil dessen. Genauso geht es darum, wie wir Diskussionen f\u00fchren, wie wir einen Ort f\u00fcr kritische Diskussion und \u00dcberlegungen in unseren internen Prozessen schaffen.<\/p>\n<p><em>Ihr seid ein unabh\u00e4ngiger Kunstraum. Denkt Ihr, Ihr habt dadurch die einzigartige Chance eine bessere Gleichstellungspolitik zu etablieren?<\/em><\/p>\n<p>Vielleicht handelt es sich hierbei weniger um eine einzigartige Chance, da wir davon \u00fcberzeugt sind, dass wir alle daf\u00fcr verantwortlich sind eine bessere Gleichstellung zu bewirken. Allerdings haben wir mit Ashley nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit das in einer selbstbestimmten Weise zu tun, da wir die Kontrolle \u00fcber unsere Produktionsmittel haben, ohne uns an Marketing, Trends oder F\u00f6rderpolitiken orientieren zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>In vergangen Interviews habt Ihr davon gesprochen, dass es in der Berliner Kunstwelt ein stammesspezifisches Verhalten gibt. W\u00fcrdet Ihr sagen, dass eine durch Stammeszugeh\u00f6rigkeiten bedingte Abgrenzung auch den Feminismus betrifft \u2013 zum Beispiel, indem sie eine systematische, gegenseitige Unterst\u00fctzung nicht zulassen?<\/em><\/p>\n<p>Nein. Einzelne Gemeinschaften sollten die \u00fcbergeordnete Relevanz von feministischen \u00dcberlegungen nicht einschr\u00e4nken. Es geht hier um ein Ziel und eine Diskussion, die uns alle vereinen sollte.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>Was erwartet uns bei <a href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/ashley-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ASHLEY<\/a> im diesj\u00e4hrigen Project Space Festival Berlin?<\/em><\/p>\n<p>Beim Project Space Festival Berlin pr\u00e4sentiert ASHLEY eine Performancereihe unter dem Titel \u201eSoft Politics\u201c, mit der K\u00fcnstlerin Bitsy Knox, der \u00f6sterreichischen K\u00fcnstlerin Lilly Pfalzer, Kiani Del Valle und Esben Weile Kj\u00e6r. Wir haben daf\u00fcr einen \u00f6ffentlichen Ort in der N\u00e4he unserer Galerie ausgew\u00e4hlt, den Oranienplatz. Die von Stephanie Holl-Trieu ko-kuratierte Veranstaltung findet am 25. Juni statt und wird eine Kombination aus Bewegungen und poetischen Praktiken darstellen. Jede dieser Praktiken zielt darauf ab Soft Power hervorzubringen. Gemeinsam schlagen sie eine Praxis vor, die in Dissonanz verweilt und mit vielen Stimmen spricht.<\/p>\n<p>Wir haben uns f\u00fcr den Oranienplatz entschieden, da es ein \u00f6ffentlicher Ort mit einer vielstimmigen Geschichte ist. Neben seiner Rolle in politischen Belangen, die die Stadt einfangen, bleibt er frei von Festschreibungen. Er ist das Gegenteil von monumental; eine Durchgangszone. \u00a0Unsere Frage ist: \u201eWie verorten wir uns in diesem fl\u00fcchtigen Zustand und wie verankern wir uns in dieser Landschaft?\u201c<\/p>\n<p>_________<\/p>\n<h6>Photo Credits:<\/h6>\n<h6>Exhibition by GOMO: the boy tumbled off a chair, he did not hurt himself at Belvedere21, Vienna, 2019. Courtesy the artist.<\/h6>\n<h6>'YEKI BUD, YEKI NABUD' by\u00a0Nigin Beck at <span class=\"markv1lmq1len\" data-markjs=\"true\" data-ogac=\"\" data-ogab=\"\" data-ogsc=\"\" data-ogsb=\"\">Ashley<\/span> Berlin. Photo: Linus Muellerschoen.<\/h6>\n<h6>Exhibition by COVEN BERLIN <span class=\"_3oh- _58nk\">and Dziewczy\u0144stwo<\/span>. Photo credits: <span class=\"_3oh- _58nk\">Judy Landkammer and Karolina Wojciechowska<\/span>.<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text von Gabriela Frade, 1990 geboren in Lissabon, studierte Geschichte in Lissabon und Barcelona sowie Kunstmanagement und Muesologie in Lissabon. Sie lebt mal hier und mal dort und interessiert sich f\u00fcr Menschen und Kultur, in dieser Reihenfolge.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><div id=\"pgc-1141-0-2\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Um besser zu verstehen, wie Projektr\u00e4ume institutionalisierte Diskriminierung beeinflussen k\u00f6nnen, hat Gabriela Frade sich dazu entschieden f\u00fcnf Projektr\u00e4ume, die am diesj\u00e4hrigen Project Space Festival teilnehmen, genauer unter die Lupe zu nehmen. W\u00e4hrend der erste Teil sich EVBG und Crybaby gewidmet hat, geht es in dieser zweiten<br \/><a class=\"post-read-more\" href=\"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/carefrontation-2-gabrielafrade\/\">&#9654;&#9654; Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1486,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_mi_skip_tracking":false},"categories":[3],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141"}],"collection":[{"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1141"}],"version-history":[{"count":71,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1726,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141\/revisions\/1726"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/2019.projectspacefestival-berlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}